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IFF Academy for Feldenkrais Practitioners

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Diana Gallone (Deutsch)

 

Diana
 Photo Frank Höfer ©
„... und die Veränderungen in meinem Leben gingen weiter"

Diana Gallone, Associazione Italiana Insegnanti Metodo Feldenkrais

Ich komme aus Rom. Das erste Mal, dass ich von der Feldenkrais-Methode hörte, war vor ungefähr 20 Jahren. Damals unterrichtete ich Yoga und bekam Material von Thomas Hanna in die Hände; ich fing an, für mich allein und auch zusammen mit dem Direktor der Schule, an der ich damals arbeitete, diese Bücher und Tonbandaufnahmen zu studieren. Es war eine Schule für persönliche Entwicklung durch körperliche und psychologische Techniken; die Körperarbeit sollte einem ein besseres Bewusstsein seiner selbst vermitteln. Aber Feldenkrais kannten sie nicht. Nachdem ich dieses Material von Thomas Hanna studiert hatte, wollte ich mehr über Feldenkrais wissen. Und ich traf Maria Caponecchi, – sie ist eine der Organisatorinnen der Trainings in Rom und inzwischen

Heute arbeite ich nur sehr wenig mit der Feldenkrais-Methode, denn ich mache gerade noch eine Ausbildung als Ernährungsberaterin, eine Spezialisierung in meinem Beruf als Heilpraktikerin. Damit bin ich sehr beschäftigt. Aber ich habe ein großes Studio, in dem zwei KollegInnen arbeiten, sie unterrichten dort ihre wöchentlichen Kurse. Ab und an springe ich für sie ein, unterrichte ATMs oder mache auch mal eine FI.

Ich bin inzwischen 61 Jahre alt und habe in vielen Gebieten gearbeitet. Als ich jünger war, habe ich Sozialarbeit gemacht. Danach fing ich in der Schule an, die ich vorhin schon erwähnte, da war ich ungefähr zehn Jahre lang. Vor ein paar Jahren habe ich die Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht. Ich habe vor, Feldenkrais und Ernährung zusammen zu bringen, weil ich meine Abschlussarbeit über Osteoporose mache, also wie man sich durch Ernährung damit befasst. Und ich werde lernen, wie man etwas durch Bewegung verbessern kann. So kann ich dann Feldenkrais und die Heilpraktiker-Arbeit miteinander verbinden.

auch Trainingsassistentin. Sie gab mir drei oder vier FIs und einige Schmerzen, mit denen ich mich schon viele Jahre herumgeplagt hatte, verschwanden. Ich wurde nicht nur diese Schmerzen los, sondern nach jeder FI hatte ich interessante Träume. Es waren nicht nur Träume, sondern es war, als ob mir nachts unglaublich deutlich die physischen Ursachen dieser Schmerzen bewusst wurden. Mein Leben veränderte sich. Und deshalb hatte ich schnell großes Interesse, das Training zu machen. Es dauerte einige Zeit, bevor ich derart lange Auszeiten an der Schule nehmen konnte, – aber schließlich habe ich es getan, – und die Veränderungen in meinem Leben gingen weiter.

Unser Verband wurde 1987 gegründet und hat 329 Mitglieder. Ich bin erst seit dem letzten Jahr im Vorstand; ich war die erste nicht-gewählte Person als Teil einer Gruppe aus Rom, die erstmals im Vorstand ist (die anderen wurden gewählt). Man bat mich, wegen meiner guten Englischkenntnisse nach Berlin zu gehen. Und seitdem, also seit Oktober letzten Jahres, habe ich sehr eng mit Giovanna Dolcetti, unserer Präsidentin, zusammengearbeitet. Wir haben besonders hart am Thema eines neues Gesetzes gearbeitet – und ich habe mich auf die Generalversammlung in Berlin vorbereitet.

Was hat es mit dem Gesetz auf sich? Na ja, noch müssen wir gegen nichts kämpfen, aber wir müssen uns definieren und selbst regulieren, um Teil dessen zu werden, was in Kürze gesetzlich reguliert wird... Noch ist nichts Genaues bekannt und es ist schwierig zu verstehen, was die Regierung überhaupt will.

Als Verband sind wir bereits durch zwei regionale Gesetze reguliert. Das national geltende Gesetz wird im Moment gerade vorbereitet, um im Parlament vorgelegt zu werden. Es scheint so, dass wir zwei Tage, bevor ich nach Berlin kam, es tatsächlich geschafft haben, mit dem Begriff des organischen Lernens hereingenommen zu werden – zusammen mit Rolfing und Trager. Diese beiden Methoden waren irgendwie die am ähnlichsten und als wir unsere Dokumente vorbereiteten, haben wir bei ihnen angefragt, ob wir uns zusammenschließen wollen. Aber die Frage der Anerkennung ist in Italien noch viel komplizierter, denn wir haben zwei verschiedene Ebenen, die wir beachten müssen. Die eine anerkennt den Verband, die nationale Gilde, als Garant für jedes Mitglied. Das heißt, unsere Gilde muss die Qualifikation, Kompetenz und das professionelle Profil jedes einzelnen Mitglieds in der Öffentlichkeit garantieren, und das heißt auch den Standard ihrer Arbeit. Das andere Gesetz definiert das professionelle Profil einer großen Anzahl neuer Berufe, die anerkannt und reguliert werden soll. Es gibt einige Berufe, die nicht mit dem Gesundheitswesen zusammengefasst werden wollen, und andere, die sich gern zur medizinischen Welt zählen lassen. Unser Verband (A.I.I.M.F.) sagt, solange wir mit dem Begriff ‘organisches Lernen’ hineinkommen und wir nicht als Therapie bezeichnet werden, ist es uns egal, wie es am Ende genannt wird.

Wenn das Gesetz durchkommt, wird es nötig sein, ein paar Dinge (unserer bisherigen Selbstregulation) zu ändern, damit wir in den Geltungsbereich des Gesetzes kommen. Das Wichtigste, was eingepasst werden muss, ist die Ausbildung. Das Gesetz schreibt eine dreijährige Berufsausbildung als zwingend vor; mindestens 300 Ausbildungsstunden sind vorgeschrieben, die man mit ähnlichen Berufen gemeinsam machen muss, die anderen 900 Stunden sind vorgesehen für die berufliche Spezialisierung. Wir haben zwar vier Jahre Ausbildung, allerdings nur 1 080 Stunden, und müssen bei 1200 ankommen. Da unsere Trainings durch den EuroTAB geregelt sind, müssen wir an dieser Umgestaltung mit dem EuroTAB zusammen arbeiten. Teil der internationalen Kommunikation ist, eine Lösung zu finden, die auch den nationalen Anforderungen entspricht.

Meine Aufgabe während der Tage in Berlin ist, Kontakt mit jeder nationalen Gilde zu bekommen und zu erfahren, was die gesetzliche Situation in ihren Ländern ist. Wir brauchen alle Informationen aus anderen Ländern, um unsere Sache zu Hause zu stärken. Übrigens bin ich sehr stolz, hier zu sein. Ich weiß, dass in den letzten Jahren, besonders den letzten vier Jahren, sehr viel Arbeit in der IFF geleistet worden ist. Und ich mag den Geist dieses Treffens sehr, wie der Anfang war, der ganze Prozess, durch den man geführt wird. Das macht es völlig anders als andere Treffen und Organisationen.

Ich denke, dass man auch persönlich in einem solchen Treffen sehr gestärkt wird in seinem Enthusiasmus für die Arbeit. Und es ist meine Verantwortung, alles dies einer größt möglichen Zahl von Practitionern in meinem Land zu vermitteln: diesen Wunsch nach Verbindung, den Wunsch nach Zusammenhang und miteinander für eine gemeinsame Sache zu arbeiten. Das ist etwas, das uns in Italien fehlt. Jeder arbeitet in seinem eigenen kleinen Haus und findet kaum die Zeit, neben der täglichen Arbeit überhaupt noch etwas anderes zu machen. Aber das nimmt einem die Möglichkeit des Weitblicks und sich selbst in etwas Größerem zu spiegeln. Ich hoffe, dass ich von diesem Geist etwas nach Hause bringen kann.

 

Copyright Diana Gallone und Uta Ruge

Zuerst erschienen in Feldenkraisforum, Ausgabe 51, 2005