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Einleitung, Uta Ruge
Submitted by webservices on September 10, 2006 - 11:25pm.
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Fragend schreiten wir voranKleine Einführung Solange ich die Menschen, zum Beispiel die hier Vorgestellen, nicht kannte, war die IFF nur eine Abkürzung für mich. Ging sie mich was an? Was hieß überhaupt IFF und was wollte sie? Da ich am Ende meiner Feldenkrais-Ausbildung nach dreizehn Jahren in London nach Berlin zurückgekehrt war, machte mich der internationale Zusammenhang immerhin neugierig. Kaum war ich dann in den Vorstand der Feldenkrais-Gilde Deutschland gewählt (2000), meldete ich sofort mein Interesse an, als Delegierte für die jährliche IFF Generalversammlung (Assembly genannt) gesucht wurden. Damit begann meine Liebesaffäre mit der IFF. Denn hier fand ich nicht nur, was ich in der Ausbildung teilweise vermisst hatte, beispielsweise das Bemühen um Transparenz und kollegiales Arbeiten, offenes Fragen und gemeinsames Nachdenken. Sondern ich fand auch eine Gruppe hoch motivierter KollegInnen aus aller Welt, die sich der stetig anwachsenden Praxis der Methode zuwandten. Ich lernte, dass die Internationale Feldenkrais Föderation keine zentralistische Organisation irgendwo da ‚oben’ ist, sondern ein Zusammenschluss aller Feldenkrais-Organisationen – Gilden, Verbände, der Training Akkreditierungs Boards (TABs) und der Familie von Moshé Feldenkrais) – und dass hier zukunftsweisend gearbeitet wird. Zwei herausragende Beispiele dafür sind die IFF Akademie für Practitioner und das Kompetenzprofil für die Anwendung der Methode in einem professionellen Arbeitsfeld; beide sind dem Gedanken einer Verbesserung unserer aller Arbeitsqualität und Kompetenz verpflichtet. Ein anderes Beispiel ist die Sicherung, Archivierung, Aufbereitung und Übersetzung der von Moshé Feldenkrais hinterlassenen Materialien (z.B. die Alexander-Yanai-Lektionen). Mir gefiel der Blickwinkel aus der Praxis auf die Methode und der auf die Praxis aus der Methode heraus. Mich inspirierte, auf welche Weise wir hier gemeinsam probierten, die hohen Ansprüche der Methode mit den Mühen der Ebene in konkreter Zusammenarbeit in Einklang zu bringen. Es war und ist immer wieder ein gemeinsames fragendes Voranschreiten zum Finden von (Annäherungen an) Lösungen kleiner und großer Aufgaben. Aber das Problem war: wann immer ich von der IFF schwärmte, merkte ich, dass meine KollegInnen schnell das Interesse am Gespräch verloren. Immer wieder hörte ich, dass man sich halt ‚nicht für Politik interessiere’, dass man selber genug mit der eigenen Praxis am Ort zu tun habe etc. Und immer wieder dachte und sagte ich, „Ach, ihr müsstet einfach mal die Leute kennen lernen, die hier arbeiten...". Hieraus entstand schließlich die Idee, so viele Delegierte wie möglich zu interviewen und ihre eigene Geschichte mit der Methode, ihre Praxis heute und ihr Engagement in der heimatlichen Gilde bzw. in der IFF in unserer Mitgliederzeitschrift „Feldenkraisforum", deren Redakteurin ich inzwischen war, vorzustellen. Die meisten der hier vorliegenden Porträts entstanden aus Interviews, die ich am Rande der IFF-Assembly 2005 in Berlin führen konnte. Eine Ausnahme bildet das Gespräch mit Barbara Pieper. Sie befragte ich im Rahmen der regelmäßigen Kolumne WIP-Gespräch (Work In Progress) zum Auftakt der IFF Assembly in Berlin; da sie Vorstandsmitglied der IFF ist und wir auch über diese Arbeit sprachen, gehört dieses Gespräch in die Serie unbedingt mit hinein. Bei allen, die sich mit mir zu diesen Interviews trafen und ihre kostbare Zeit nicht nur darauf verwandten, sondern die sich auch auf die nötigen Kürzungen und Bearbeitungen einließen, möchte ich mich sehr herzlich bedanken, – ebenso wie bei dem Feldenkrais Verband Deutschland für seine großzügige Unterstützung. Diese Porträts ergeben noch keine Darstellung „der IFF" als Organisation. Gültig ist das Bild der IFF, das daraus entsteht dennoch, jedenfalls wenn es als Momentaufnahme aus den professionellen Feldern der meisten IFF Mitgliedsländer gelesen wird. Und selbst wenn die einzelnen Delegierten im nächsten Jahr den Stab schon an andere KollegInnen weitergegeben haben, bleiben die grundsätzlichen Arbeitsbedingungen der verschiedenen Gilden und Verbände vermutlich einige Jahre lang noch dieselben. Gültig ist dieses Bild der IFF, meine ich, auch noch auf einer anderen Ebene. Denn sie ist, wie diese vielfältigen und reichen Porträts zeigen, von genau dem Ernst und der Neugier, von der großen Lust am Forschen, Tun und Sein getragen, wie das Leben der Menschen, die sich in ihr engagieren. Ich wünsche mir, dass das Kürzel IFF sich bei vielen Kolleginnen und Kollegen durch die Lektüre dieser Seiten mit Leben füllt – und vielleicht sogar zur Motivation beiträgt, an dieser spannenden und zukunftsweisenden Unternehmung namens IFF mitzumachen. Uta Ruge Berlin, April 2006
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